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Kohle und Kreiden haben den Menschen zu ihren ersten künstlerischen Entdeckungsreisen gedient.
Die wundervollen HÖhlenmalereien in Frankreich und Spanien legen noch heute Zeugnis davon ab.
Die Kohlezeichnung wurde sicherlich dadurch »erfunden«, dass die ersten Künstlerinnen und Künstler
mit einem verkohlten Zweig experimentierten.
Vielleicht waren es sogar Kinder – erinnern Sie sich daran, wie Sie als Kind mit allem gemalt und
gezeichnet haben, was Ihnen in die Hände geriet? Die ersten Farbkreiden entstanden ebenso früh wie
die Zeichenkohle. Die HÖhlenmalereien zeigen, dass neben Ruß auch Erd- und Pflanzenpigmente für diese
frühesten Kohle- und Pastellbilder verwendet wurden.
Die Kohle wurde viele Jahrhunderte lang nicht nur zum Zeichnen und Skizzieren, also als Endzweck für
ein Kohlebild, sondern auch als Hilfsmittel für die Malerei genutzt. Der Strich der natürlichen
Zeichenkohle ist so weich, dass die Linien etwa auf einer für ein Ölbild vorbereiteten Leinwand
leicht weggewischt werden konnten. Aus diesem Grund ist die Zeichenkohle auch ein sehr beliebtes
Material für Anfänger, die vor der Vorstellung eines »falschen Strichs« nervÖs werden und von der
Verwischbarkeit der Kohle zum Malen eines Kohlebilds verlockt werden.
Zudem ist sie preiswert, was man nicht von allen Materialien sagen kann. Der besondere Reiz einer
Kohlezeichnung liegt aber gerade in ihrer Vielfalt, ja Ambivalenz. Der tiefschwarze Strich erzeugt
die strenge SchÖnheit eines Ensembles reiner Linien, und zugleich lassen sich auch zarteste TÖnungen
erzeugen. Bis heute wird die Zeichenkohle für großzügige, schnelle Skizzen verwendet, auch natürlich
für großformatige Aktstudien.
Ein Kohlebild gewinnt in unserer Zeit der bunten (Fernseh-)Bilder einen ganz eigenen Reiz.
Bei den verschiedenen Kreiden aus den unterschiedlichsten Pigmenten kommt natürlich noch der Reiz der
Farbe hinzu. Die Farben aus dem Braun- und Braunrotbereich, wie Sepia, Bister, RÖtel und andere,
werden auch heute noch sehr gern für Pastellbilder mit den Themen Portrait und Landschaft verwendet,
weil sie so weich und natürlich wirken.
Sollen die Farben für ein Pastellbild kräftiger und »moderner« sein, steht eine nahezu unbegrenzte
Skala an Farben zur Verfügung. Experimentieren Sie auch mit den fetthaltigen Ölpastellen,
die allerdings keinen falschen Strich verzeihen. Betrachten Sie das als Einladung zum lockeren
Herumspielen – die Ölkreiden wie auch die Pastellkreiden und die Zeichenkohle fÖrdern eine spontane
Arbeitsweise. Selbstverständlich lassen sich Kohle und Kreide auch kombinieren.
Für alle vorgestellten Techniken – Kohlebild, Pastellbild, Ölpastellbild – gilt, dass sie viel
Freiraum zum Experimentieren bieten. Im Wesentlichen lassen sich eine zeichnerische, lineare und
eine malerische, flächige Auffassung von Kohle- und Pastellbildern unterscheiden. Die zart
gewischten Schatten im Kontrast mit den entschiedenen Linien erzeugen ein spannungsvolles
Wechselspiel. Künstler bevorzugen jedoch oft die strengere lineare Auffassung, bei der Schatten in
zarten Schraffuren angelegt und nicht gewischt werden.
Bei allen Arten von Pastellbildern lassen sich besondere Wirkungen mit farbigem Papier erzielen.
Eine rauhe Papieroberfläche ergibt schÖne Strukturen, weil die Pigmente der Kohle oder Pastellkreide
sich darauf unregelmäßig abreiben.
Die Zeichenkohle und ihre »Verwandten«, die Pastell- und Ölkreiden, sind und bleiben ein
faszinierendes Material, das immer wieder neue Entdeckungen zulässt. Archaisch, geradezu primitiv –
vor allem die Kohle, die immer noch ein echter verkohlter Zweig ist –, jederzeit zum Zeichnen und
Malen bereit, leicht in der Jackentasche herumzutragen, für erste tastende Studien wie für großartige
Kunstwerke geeignet, haben Kreide und Kohle die Zeiten überdauert. Unsere Künstler arbeiten mit
diesen alten und ewig jungen Techniken für Sie an einer wunderschÖnen Umsetzung Ihres Fotos in ein
Pastellgemälde oder eine Kohlezeichnung. Oder ein Kohlegemälde oder eine Pastellzeichnung – Sie haben
die Wahl.
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